29 juin 2016

Beweggründe

Für bessere Arbeitsbedingungen an Hochschulen

Heutzutage sind in der Schweiz die meisten Arbeitsverträge von Forschern und Forscherinnen befristet und die Anzahl der unsicheren Arbeitsplätze steigt. Diese Politik zwingt immer mehr Forscher und Forscherinnen auf eine akademische Laufbahn zu verzichten und wirkt sich negativ auf die Qualität der Forschung aus. Es ist daher dringend notwendig, feste Verträge zu fördern, auch für junge Forscher.


Für eine Forschung der Spitzenklasse

Die Forschung in der Schweiz ist seit mehreren Jahren gewinnorientierten Imperativen ausgesetzt, die dazu führen, dass Forscher und Forscherinnen immer mehr wissenschaftliche Artikel in teuren Journals publizieren müssen. Dabei benötigt Forschung oft viel Zeit und darf nicht auf die gleiche Weise in allen Bereichen gemessen werden. Je nach Disziplin der angewandten Forschung sollten neben wissenschaftlichen Artikeln in teueren Zeitschriften andere Mittel in Betracht gezogen werden, um Ergebnisse zu vermitteln: Bücher, open source, usw.


Für eine Für die Gleichstellung

Obwohl Frauen die Mehrheit der Studenten an den Schweizer Hochschulen darstellen, bilden sie bei den besetzten Stellen in der Forschung eine Minderheit. Diese Situation muss sich ändern und eine aktive Förderung der Frauen sollte umzusetzt werden. Generell sollten Hochschulen demokratisch arbeiten und alle Beteiligten in Entscheidungen, die sie betreffen, einbeziehen.


Für demokratische Hochschulen

Die Autonomie der Hochschulen bedeutet nicht nur, dass sie die Forschungsarbeiten der an ihr wirkenden Wissenschaftler und Forscher offen annehmen sollten, sondern auch, dass diese Institutionen demokratisch arbeiten. Das heisst, dass all diejenigen Menschen an Entscheidungen teilnehmen, die davon beeinflusst werden. Die Integration der Studierenden und Mitarbeitern ist in dieser Hinsicht eine notwendige Voraussetzung für die demokratische Funktionsweise der Hochschulen.


Für eine Kooperationsforschung

Die Forschung erstickt unter dem ungezügelten Wettbewerb zwischen denen die sie betreiben. Dabei braucht Forschung, um Fortschritte zu machen, die Zusammenarbeit und Mitarbeit anderer Forscher und Forscherinnen und sollte so weit wie möglich in Netzwerken stattfinden. Forschung ist ein kollektives Abenteuer. Diese Idee sollte auch die Wahl der Menschen orientieren, die die Forschung in der Zukunft gestalten und tätigen.


Jeder soll seine Doktorarbeit beenden können

Doktoranden sind vollwertige Forscher/Forscherinnen und Wissenschaftler/Wissenschatlerinnen, deren Arbeiten anerkannt und deren Arbeitsbedingungen in einer solchen Art und Weise gestaltet werden sollten, dass deren fundamentale Prüfung, die Doktorarbeit, unter den bestmöglichen Voraussetzungen durchgeführt werden kann. Nur unter diesen Bedingungen können Doktorarbeiten an Schweizer Hochschulen abgeschlossen werden. Wir fordern insbesondere, das Doktoranden für mindestens sechs Jahre ein Gehalt erhalten.

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